Kein Knebelgesetz für Afghanistans Frauen

An die Mitglieder des Oberhauses der Afghanischen Nationalversammlung und den Vorsitzenden des Gesetzgebungsausschusses, Malawi Ghulam Muhiuddin Monsef:

Als besorgte Bürger sind wir über die geplante Änderung der Strafprozessordnung schockiert, die Verwandte von Angeklagten daran hindern würden, als Zeugen auszusagen. Diese gefährliche Änderung würde es Peinigern von Frauen und Kindern ermöglichen, davonzukommen und obendrein einen besorgniserregenden Präzedenzfall im Kampf für stärkere Frauenrechte und die Rechtsstaatlichkeit in Afghanistan schaffen. Wir bitten Sie dringend darum, gegen diese Änderung zu stimmen und alles, was in Ihrer Macht steht, zu tun, um zu verhindern, dass sie Teil der Gesetzgebung wird.
 
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Im Alter von 12 Jahren wurde Sahar Gul verkauft und zwangsverheiratet. Fortan lebte sie in einem Haus des Schreckens. Weil sie die Prostitution verweigerte, fesselte die Familie ihres Mannes sie im Keller, schlug sie mit glühenden Eisenstangen, ließ sie fast verhungern und riss ihr die Fingernägel aus.

Die Haftstrafe ihrer Peiniger wurde auf ein bloßes Jahr reduziert und nun sind sie wieder auf freiem Fuß! Doch es kommt noch schlimmer: Das Unterhaus des afghanischen Parlaments hat gerade ein Gesetz verabschiedet, das es Familienmitgliedern von Peinigern verbieten würde, vor Gericht auszusagen. Das würde unzählige Kinder und Frauen daran hindern, Gerechtigkeit zu erfahren.

Wir haben nur wenige Tage, um diesen Angriff auf Frauenrechte zu stoppen. Das Oberhaus hat in der Vergangenheit frauenfeindliche Gesetze abgewehrt und hochrangige Beamte sagen, dass die Avaaz-Gemeinschaft helfen könnte, das Gesetz noch vor der Abstimmung zu stoppen. Unterzeichnen Sie jetzt die dringende Petition -- wenn wir 1 Million Unterschriften erreichen, starten wir vor Ort eine riesige Medien-Kampagne, mit der wir entscheidende Senatoren solange ins Visier nehmen, bis der Vorschlag verworfen wird.

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