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Wir fordern: Hepatitis C-Medikamente für alle Betroffenen

Diese Petition wurde beendet
Wir fordern: Hepatitis C-Medikamente für alle Betroffenen
  
  

 


Weshalb dies wichtig ist

Die Unterzeichnenden dieser Petition fordern:
1. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) soll die Einschränkungen (Limitatio) für die Verschreibung der neuen Hepatitis C Medikamente per sofort aufheben.
2. Die Krankenkassen sollen grosszügig von der Möglichkeit Gebrauch machen, die Kosten für die neuen Medikamente gegen Hepatitis C auf der Basis von Artikel 71 der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) zu übernehmen.
3. Die Pharmaindustrie soll die extrem hohen Preise für die neuen Hepatitis C Medikamente per sofort senken oder massive Rabatte gewähren.



Begründung:

Hepatitis C ist eine Erkrankung, welche die Leber schädigt, für die Erkrankten oft eine massive Einschränkung der Lebensqualität bedeutet und letztlich zum Tod führt. Die Erkrankten haben ein erhöhtes Risiko, sich mit andern Infektionen anzustecken. Zudem gibt es deutliche Hinweise, dass Hepatitis C das Risiko an bestimmten Krebsarten zu erkranken, deutlich erhöht.


Die bestehenden Therapien gegen Hepatitis C, welche die Krankenkassen übernehmen müssen, sind Interferon basiert. Diese Therapien haben für die Betroffenen sehr oft massive Nebenwirkungen. Ein Therapie-Zyklus kann zudem viele Monate dauern. Auch wirkt die Therapie nicht bei allen Hepatitis C-Infizierten. Die neuen Medikamente wie Sovaldi, Harvoni, und Viekirax welche in den letzten Monaten in der Schweiz, und vielen andern Ländern zugelassen wurden, sind zwar sehr teuer, heilen aber die Krankheit zuverlässig innerhalb weniger Monate.


In der Schweiz übernimmt die obligatorische Krankenversicherung die Kosten wegen den Einschränkungen, welche das BAG verfügt hat nur, wenn die Leber kurz davor steht, irreversibel geschädigt zu werden. Bis das so weit ist, leiden die erkrankten Personen oft jahrelang unter den teilweise massiven Auswirkungen auf ihr Wohlbefinden. Ihre Lebensqualität kann massiv beeinträchtigt sein. In andern Ländern (etwa den USA) werden die Medikamente allen Erkrankten abgegeben. Die Krankenkassen dort haben erhebliche Rabatte mit den Pharmafirmen ausgehandelt. In gewissen europäischen Ländern (z.B. Spanien und Deutschland) sind die Preise für die neuen Medikamente ebenfalls massiv billiger als in der Schweiz. Der „Schweiz-Zuschlag“ ist somit auch auf das schlechte Verhandeln der Bundes-Behörden mit den Pharmafirmen zurück zu führen. Ist in der Schweiz jemand zusatzversichert, so übernimmt auch die Zusatzversicherung die neuen Hepatitis-C Medikamente nicht.


Die Schweizer Regelung ist absolut unethisch und widerspricht dem Slogan des BAG „Gesundheit liegt uns am Herzen“ fundamental. Selbst Patientinnen und Patienten, die auf eine Interferon-Therapie nicht angesprochen haben, werden die neuen, interferonfreien Therapie-Methoden vorenthalten. Mit dieser Petition wollen wir Betroffene, deren Angehörige, Freunde, Ärzte und alle, welche uns im Kampf gegen die unwürdige Praxis von BAG, Krankenkassen und Pharmaindustrie unterstützen wollen erreichen, dass die Einschränkungen für die Verschreibung der neuen Medikamente sofort aufgehoben werden. Ein Kostenschub für das Gesundheitswesen der Schweiz ist nicht zu erwarten. Einerseits ist die Gruppe der Betroffenen überschaubar, andererseits gibt es Hinweise darauf, dass die Kosten für die Kassen bei einer aufgeschobenen Therapie grösser sind: Es fallen jahrelang Rechnungen für Arztbesuche sowie Blut- und Leberuntersuchungen an, um die Entwicklung der Erkrankung zu verfolgen, bis schliesslich trotzdem die teure Therapie fällig wird.

Gepostet April 16, 2015
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