Tragt Kaias Erfolg in alle Welt

Kaia* war elf Jahre alt, als sie auf dem Schulweg überfallen und vergewaltigt wurde. Eine Lehrkraft brachte sie ins Krankenhaus, doch die Polizei wollte ihre Aussage nur gegen Bestechungsgeld aufnehmen.

Daraufhin fasste Kaia allen Mut zusammen: Sie verklagte die Polizei, weil sie bei ihrem Schutz versagt hatte. Dann geschah etwas noch Unglaublicheres.

In Kaias Heimat Kenia wird alle 30 Minuten eine Frau oder ein Mädchen vergewaltigt. Die Polizei schaut routinemäßig weg ‒ so werden junge Opfer noch stärker isoliert und die Auffassung verstärkt, dass Vergewaltigungen akzeptabel sind.

Gemeinsam mit 10 weiteren Vergewaltigungsopfern hat Kaia diese Umstände angefochten. Am Verhandlungstag marschierten sie trotz Androhungen und einer Blockade durch das Sicherheitspersonal von ihrer Unterbringung zum Gerichtshof. Dabei riefen sie “Haki yangu” - “Ich fordere meine Rechte ein” auf Kisuaheli. Dann urteilte der Richter: Die Mädchen hatten gewonnen!

Die großartigen Verteidiger und Menschenrechtsanwälte, die mit Kaia zusammengearbeitet haben, sind bereit, die Polizei mit ähnlichen Klagen vor Gericht zu konfrontieren - sowohl innerhalb als auch außerhalb Afrikas. Dazu brauchen sie jedoch die notwendigen Gelder. Jede Spende trägt dazu bei, diesen bahnbrechenden Erfolg in anderen Ländern wiederholen, um die Polizei daran zu erinnern, dass Vergewaltigungen ein Verbrechen sind und unseren Einsatz gegen Gewalt an Frauen weltweit voranzutreiben.

*Kaia ist ein Pseudonym, aber ihre Geschichte ist wahr. Bei dem abgebildeten Mädchen handelt es sich nicht um Kaia.