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Palästinas gewaltfreie Hoffnung

Verfasst am: 1 August 2013
Es war die heißeste Woche des Jahres. Fadel Jaber wollte einfach nur ein wenig Wasser für seine Familie haben. Doch Fadel lebt im besetzten Westjordanland. Dort hat die israelische Regierung die Wasserleitungen umgelegt, um Schwimmbecken für jüdische Siedler aufzufüllen, während die Wasserhähne für Palästinenser wie Fadel trockenlaufen.

Weil er Wasser holte, wurde Fadel von den israelischen Sicherheitskräften weggeschleppt. Sein 5-jähriger Sohn Khaled war untröstlich und schrie “baba, baba” während sein Vater mitgerissen wurde. Für Palästinenser, die unter dem brutalen Kriegsrecht leben, ist dies der Alltag. Die Siedler haben ihnen ihr Land und ihr Wasser genommen und sie haben keine grundlegenden Menschenrechte. Doch nach jahrelanger Gewalt und Hoffnungslosigkeit, entsteht nun eine Bewegung unter den Palästinensern. Mit gewaltfreiem Widerstand wollen sie die Dinge erreichen, die alle Israelis bereits haben: Freiheit, Würde und einen eigenen Staat.

Jahrelang haben die Medien das Augenmerk auf palästinensische Kämpfer gelegt und bis heute rücken Extremisten auf beiden Seiten eine Friedenslösung in weite Ferne. Doch bei all dem Zorn bleiben liebevolle Familien wie die von Fadel auf der Strecke, die einfach nur ein normales Leben führen wollen. Nun melden sich diese Familien zu Wort, organisieren friedliche Demonstrationen und Sitzstreiks und kämpfen gemeinsam mit israelischen Aktivisten für Gerechtigkeit und Freiheit. Daraufhin hat das israelische Militär sie verhaftet, die Organisatoren verprügelt und Kinder aus ihren Betten gezerrt.

Vor ein paar Tagen war ich im Westjordanland, um diese mutigen, friedlichen Menschen zu treffen. Als ich sagte, dass unsere Gemeinschaft ihnen helfen könnte, leuchteten ihre Augen. Sie brauchen Geld für Anwälte, wenn sie unter falschen Anschuldigungen verhaftet werden. Sie brauchen Kameras, um Misshandlungen zu dokumentieren, Schulungen zum Umgang mit verschiedenen Medien und gewaltfreien Methoden und Campaigner, um die örtlichen Proteste in die Welt zu tragen. Diese Familien sind unsere wirkliche Hoffnung. Lassen Sie uns spenden, damit die friedliche Bewegung den Extremisten die Stirn bieten kann und Khaled die Zukunft erhält, die sein Vater ihm wünscht.

Alice Jay, Kampagnenleitern