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austro control; doris bures; bmvit: Gegen flächendeckende Transponderpflicht für Hänge-, und Paragleiter in AUT

austro control; doris bures; bmvit: Gegen flächendeckende Transponderpflicht für Hänge-, und Paragleiter in AUT
  
  

 


Weshalb dies wichtig ist

Aktualisiert am 02.Feb.2014, Bernd H.


Durch eine Weisung des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) an die Austro Control (ACG) ist bekannt geworden, dass in Österreich eine generelle Transponderpflicht im Luftraum E ab 5500FT bzw. ab 7500FT geplant ist.

Bisher waren Paragleiter, Hängegleiter und Segelflieger von dieser Transponderpflicht explizit ausgenommen. Das Ministerium argumentiert, dass mit der Einführung von SERA (Standardised European Rules of the Air) dies in Österreich notwendig geworden ist. Das deutsche Verkehrsministerium sieht diese Notwendigkeit nicht und wird trotz Einführung von SERA eine Ausnahme für Para-, Hängegleiter und Segelflieger vorsehen.

Wird diese Verordnung wie geplant umgesetzt, ist dies quasi der Tot für den Streckenflug mit Para- und Hängegleitern in Österreich. Der Betrieb eines Transponders ist für Para- und Hängegleiter aus rechtlichen, technischen und finanziellen Gründen praktisch unmöglich. Wir fordern daher:

„Keine generelle Transponderpflicht für Para- und Hängegleiter in Österreich!“ (nach dem Vorbild der Bundesrepublik Deutschland)

Eine Durchführung der RedBull X-Alps 2015 wäre mit diesen Beschränkungen wahrscheinlich nur mit umfangreichen Ausnahmegenehmigungen oder gar nicht durchführbar. Das Inkrafttreten der neuen Luftraumstruktur ist für Anfang 2015 geplant.


Anfänglicher Petitionstext (wurde am 02.Feb.2014 durch den oben angeführten Text korrigiert)

Konkret geht es nicht um die Transponderpflicht selbst, es geht um das ABSENKEN von Luftraumuntergrenzen des kontrollierten Luftraums, denn in einen kontrollierten Luftraum darf man OHNE Transponder nicht einfliegen. Die Transponderpflicht entsteht implizit durch das Absenken der Lufträume, eine Transponderpdlicht per se ist nicht geplant.

Die Austro Control plant, für ganz Österreich die Luftraumgrenzen abzusenken und somit wird eine Transponderpflicht für jedens Luftfahrzeug einzuführen. Transponder sind jene Signalgeräte, mithilfe derer Flugzeuge im Luftraum geortet und identifiziert werden können. Bislang waren hauptsächlich Verkehrsmaschinen mit solchen Geräten ausgestattet. Die nun angedachte Ausweitung des kontrollierten Luftraumes passiert vor dem Hintergrund der von Brüssel betriebenen Harmonisierung der europäischen Lufträume und soll auch für jene Gebiete gelten, die der nicht-gewerblichen Fliegerei bisher frei zur Verfügung standen. Jedes Fluggerät, das höher als 5500 Fuß (rund 1700 Meter) aufsteigt, müsste demnach mit Transponder ausgerüstet sein.

Erfasst wären damit auch Drachenflieger und Paragleiter. "Einen Transponder mitzuführen, ist für sie aber schon rein logistisch kaum bzw. technisch und gesetzlich UNmöglich". Auch die Segelflieger könnten ein Problem bekommen. "Erstens kosten diese Geräte zwischen 1200 und 2000 Euro, zweitens brauchen sie nicht wenig Strom, den es an Bord eines Segelflugzeugs nicht gibt", sagt Gaisbacher. Sein Fazit: "Die Austro Control macht sich das Leben mit dieser Vorgangsweise möglichst einfach. Es gäbe andere Wege, den EU-Vorgaben gerecht zu werden."
Möglicher Kompromiss

Bei der Austro Control bestätigt man, dass die Ausweitung der Luftraumgrnezen und somit der Transponderpflicht ins Auge gefasst würde. "Allerdings laufen derzeit Verhandlungen mit den Betroffenen, denen wir nicht vorgreifen wollen", sagt ein Sprecher. Solche Gespräche haben etwa in Innsbruck bereits dazu geführt, dass die Höhe, ab der Transponder künftig allgemein verpflichtend sind, auf 12.500 Fuß (rund 3800 Meter) angehoben werden soll.


In Deutschland ist es so geregelt, dass Hänge und Paragleiter von der Transponderpflicht ausgenommen sind. Warum so etwas dann in Österreich einführen?!


Gepostet Januar 31, 2014
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