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Nein zur Abschiebung der Brüder Talli in die Türkei!

Nein zur Abschiebung der Brüder Talli in die Türkei!

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Diese Petition wurde von Vielfalterei V. erstellt und repräsentiert nicht unbedingt die Ansichten der Avaaz-Gemeinschaft.
Vielfalterei V.
hat diese Petition erstellt, an folgende Zielperson/Zielgruppe:
Wir fordern das Statssekretariat für Migration (SEM) auf, den Justizirrtum zu korrigieren.
Die Brüder Ahmet und Abdulkerim Talli sind Flüchtlinge und von der Flüchtlingskommission der Vereinten Nationen UNHCR im Irak als solche anerkannt. Ahmet wurde 1988 im türkischen Teil Kurdistans geboren. Abdulkerim kam 1995 in einem Flüchtlingslager in der Autonomen Region Kurdistan im Irak zur Welt. Die zwei Brüder lebten in verschiedenen kurdischen Flüchtlingslagern im Irak, wo sie auch zur Schule gingen, zuletzt im Flüchtlingslager Makhmur.

Ihre Familie wurde als Kurd*innen durch den türkischen Staat verfolgt, welcher mehr als 3500 Dörfer von türkischen Kurden*innen zerstörte. Die Familie Talli hat sich immer für die Sache der Kurd*innen eingesetzt und sich – wie andere Dorfbewohner*innen auch – geweigert mit dem türkischen Regime zusammenzuarbeiten.
Die Familie Talli setzt sich immer noch aktiv für die Rechte der Kurd*innen ein. Auch die Brüder Talli haben sich im Flüchtlingslager am Kampf ihres Volkes beteiligt, indem sie an zahlreichen Aktivitäten im Lager teilgenommen und sich politischen Gruppierungen angeschlossen haben.

Das Flüchtlingslager Makhmur wurde 2014 durch den Islamischen Staat angegriffen. Während diesem Angriff hielten sich die Brüder Talli selber im Lager auf und haben aktiv zum Schutz der zivilen Bevölkerung beigetragen indem sie Kindern und alten Menschen halfen, in Notunterkünfte zu gelangen. In der Folge hat die türkische Armee wiederholt das Flüchtlingslager Makhmur, das mittlerweile unter einem Embargo steht, bombardiert. Das türkische Regime bezeichnet die Bevölkerung des Lagers Makhmur als Terroristen.

Das Staatssekretariat für Migration SEM hat den Asylantrag der Brüder Talli abgewiesen und deren Ausschaffung in die Türkei angesetzt, wo sie als Kurden Gefahr laufen, verhaftet, inhaftiert und gefoltert zu werden.

Die Brüder Talli existieren für die türkischen Behörden nicht: Sie sind in dem Land nirgendwo als Bürger eingetragen. Sie besassen nie die türkische Staatsbürgerschaft oder einen türkischen Pass.

Der Entscheid des SEM widerspricht gängiger Rechtspraxis: Alle Personen, die aus Makhmur in die Schweiz kamen haben entweder einen Flüchtlingsstatus oder eine provisorische Aufenthaltsgenehmigung erhalten. Bei Personen aus dem Flüchtlingslager Makhmur wurde bis dato noch nie eine Ausschaffung ausgesprochen und die Haltung des SEM war bisher immer die, dass die Menschen aus Makhmur beschützt werden müssen.

Wir verlangen vom SEM, die Lage der Brüder Talli noch einmal zu erwägen und ihnen einen neuen, positiven Asyl-Entscheid auszusprechen. Dies in Übereinstimmung mit der vom SEM gewährten Praxis gegenüber allen Menschen aus dem Flüchtlingslager Makhmur. In unserem Rechtsstaat, in dem es verboten ist, dass Rechtsirrtümer Menschen, die davon betroffen sind, in Lebensgefahr bringen, ist diese Neuerwägung unumgänglich.

Dieser Justizirrtum muss korrigiert werden: Eine erzwungene Ausschaffung der Brüder Talli hätte ein menschliches Drama zur Folge.
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