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BürgerInnen in Europa: BEFREIUNG VON NATIONALISMEN

BürgerInnen in Europa: BEFREIUNG VON NATIONALISMEN

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Diese Petition wurde von Manfred W. erstellt und repräsentiert nicht unbedingt die Ansichten der Avaaz-Gemeinschaft.
Manfred W.
hat diese Petition erstellt, an folgende Zielperson/Zielgruppe:
BürgerInnen in Europa
Danke für die Unterstützung unserer Petition!

Wir freuen uns sehr, wenn Sie noch weiter im Sinne der Resolution aktiv sind:

Welches geplante, aktive oder schon abgeschlossene Projekt im Sinne dieser Resolution sollen wir der interessierten Community präsentieren? Alle eingesendeten Projekte werden wir zusammenfassen und auf der Webseite des Club Tre Popoli www.c3p.at präsentieren.

Wir freuen uns über eine E-Mail von Ihnen an ww@c3p.at

Strategien gegen den wieder auflebenden
Nationalismus in Europa:

Was jede Bürgerin, jeder Bürger auf individueller,
zivilgesellschaftlicher und politischer Ebene konkret für den Aufbau eines europäischen Bewusstseins tun kann

Befreiungvon Nationalismen

Resolution des „Club 3 Popoli“ in Kooperation mit dem Verein „Europahaus Klagenfurt“

Präambel


Das Anliegen des „Clubs Tre Popoli“, als zivilgesellschaftliche Organisation, ist es, Respekt, Verständnis und Kooperation zwischen den Menschen der Regionen am Schnittpunkt des deutschen, slawischen und romanischen Kulturraums zu fördern.

Wir sehen das europäische Einigungswerk durch ein Aufleben nationalistischer Strömungen stark gefährdet: das Zerbrechen traditioneller Gemeinschaften und Sicherheiten durch
ein rasantes Tempo gesellschaftlicher Veränderung, wirtschaftliche Ungleichgewichte sowie eine unzureichende Kommunikation zwischen den Organen der EU und ihren Bürgerinnen und Bürgern führen zu Vertrauensverlust, Desinteresse und Ablehnung des „Projektes Europa“.

Als zivilgesellschaftliche Organisation erachten wir diese Situation als zukunftsgefährdend; ihr muss durch entschlossene und konkrete Maßnahmen entgegen gewirkt werden!

Unsere Resolution erhebt keine allgemeinen, unverbindlichen Imperative, sondern listet konkrete Verhaltensweisen und Strategien auf, mit denen auf verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen zu einem Abbau von Nationalismen und einem Aufbau
eines europäischen Bewusstseins beigetragen werden kann.

Die erste Ebene ist die individuelle: durch welche konkreten Verhaltensweisen und Initiativen kann jeder einzelne Bürger, jede Bürgerin, in ihrem oder seinem privaten, beruflichen und zivilgesellschaftlichen Verantwortungsbereich zu diesem Ziel
beitragen?

Klarerweise spielen Medien bei der Meinungsbildung eine zentrale Rolle; daher beschreibt ein eigener Abschnitt, welche Schritte Medienverantwortliche setzen können.

Die weiteren Ebenen sprechen Akteure und Akteurinnen an, die politische Verantwortung tragen: welche konkreten Maßnahmen können sie jeweils im Bereich der Gemeinden, der Länder, des Bundes und der EU ergreifen, um EU-Skepsis oder –Feindlichkeit
abzubauen, Vertrauen und ein gemeinsames Europa- Bewusstsein aufzubauen? Von besonderer Bedeutung ist hierbei der Bildungsbereich; wir behandeln ihn daher in einem eigenen Abschnitt.

Ich kann ….

…. mich über historische, politische, religiöse Hintergründe meiner Nachbarregionen/Nachbarstaaten informieren und mir ein eigenes Urteil bilden.
…. deren Sprache zum Kennenlernen ihrer Bewohner und ihrer Lebensgewohnheiten lernen.
…. persönliche, zivilgesellschaftliche, berufliche Kontakte über die ehemaligen Grenzen hinaus suchen und pflegen.
… bei mir selbst und in meinem Bekanntenkreis das Bewusstsein für Mehrfachidentitäten fördern („Europäische Identität hat mit Diversität zu tun“).
… solidarisches Verständnis für historisch- und ressourcenbedingte Nachteile entwickeln und Unterstützung befürworten.
... als ZuseherIn und LeserIn private und öffentliche Medien bestärken, Formate vom Typ „Servus-Srečno-Ciao“ vermehrt zu senden bzw. überstaatliche Sendungen und Berichte zu bringen.
…. nationalistischen Aussagen bei Diskussionen entgegentreten.
…. in einem Leserbrief nationalistische Ansichten zurechtrücken, natürlich auch in Facebook oder ähnlichen Medien.
…. es ablehnen, Parteien mit nationalistischer Ideologie zu wählen.

Bürgerinnen und Bürger können gemeinsam…
… Mehrsprachigkeit fördern (z.B. über Sprachtandems, Sprachencafés, sowie durch berufliche und private
sprachübergreifende Kontakte).
… überregionale Kommunikation mit Kulturvereinen ähnlicher Zielsetzung pflegen.
... sportliche Wettbewerbe und Meisterschaften mit Beteiligung von Sportlern und Sportlerinnen aus mehreren europäischen Staaten organisieren und durchführen.
... eine europabewusste Kultur des gemeinsamen Feierns
entwickeln und pflegen.
... zu interkulturellen Dialogen und Begegnungen möglichst
zu grenzübergreifenden Themen und zum Wissensaustausch einladen, idealerweise verbunden mit künstlerischem und kulinarischem Erleben des ‚Anderen‘.
.... Zuwanderer/innen aktiv ansprechen, sie als Mitglieder
in ihre Vereine (Feuerwehr, Gesangsverein, Jugendorganisation, etc.) aufnehmen und am Vereinsleben aktiv teilhaben lassen.
… sich an grenzübergreifenden Projekten beteiligen.
... die Spielregeln für den Eurovision Contest so ändern, dass die Teilnehmer wieder in ihrer Muttersprache singen.
... den ORF und andere Medien auffordern, mehr Formate vom
Typ „Servus-Srečno-Ciao“ zu senden bzw. diese auszuweiten.
… als Verantwortliche europäischer Verlage einen Wettbewerb starten, um eine herausragende „europäische Erzählung“ zu prämieren und diese zu veröffentlichen.
… sich als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Geschichtsinstituten Europäischer Universitäten zusammentun, um ein gemeinsames „Geschichtsbuch für Europa“ zu schaffen, das als Lehrmittel in allen Europäischen Staaten anerkannt und eingesetzt wird.

Die Verantwortlichen von Medien können…

… die bisher erreichten Vorteile für EU-Bürgerinnen und Bürger so darstellen, dass diese nicht als Selbstverständlichkeit angesehen werden.
… eine eigene Rubrik „EU“ pflegen, die nicht mit der sonstigen Außenpolitik vermengt ist.
…im Verbund in Europa die Möglichkeit prüfen, eine EU-Gratis-Zeitung und andere zeitgemäße Medien für alle 510 Millionen EU
Bürgerinnen und Bürger in allgemein verständlicher Sprache herauszugeben, die kritisch die unterschiedlichen Positionen zu Europathemen verdeutlichen.

Die Politikerinnen und Politiker auf Gemeinde- und Landes-Ebene können …
… ein Medium (Internetportal) bereit stellen, um Initiativen und Projekte der Zivilgesellschaft mit Dialogcharakter sichtbar zu machen.
… laufend überregionale und grenzüberschreitende Projekte initiieren, fördern und selbst oder gemeinsam mit Institutionen und Vereinen durchführen. Es wäre ein Erfolg, wenn neben den
EU-Mitteln ausreichend öffentliche Mittel bereitgestellt werden.
... öffentliche Dienstleistungen aller Art grenzüberschreitend und transnational organisieren und anbieten und dabei die Instrumente der EU (u.a. Europäische Verbünde für territoriale Zusammenarbeit „EVTZ") und des Europarates (Madrider Abkommen) nutzen. Es wäre ein Erfolg, wenn zumindest jede zweite Gemeinde und das Land jeweils mit seinen Nachbarregionen und Gemeinden in einer die Grenzen übergreifenden ‚Euregio‘ zusammenarbeitet oder eine Städtepartnerschaft unterhält.
… den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern gewaltig ausbauen/vertiefen und seine Transparenz enorm verbessern, um ihnen die EU näher zu bringen (z.B. Diskussionsforen, Engagement EU-Gemeinderäte). Allein für Kärnten wäre es ein Erfolg, wenn mit Eigeninitiative und Kreativität womöglich an symbolischen Orten jährlich 50 Dialogveranstaltungen landesweit abgehalten werden.
… in ihren eigenen Medien (Gemeindezeitungen, Regionalmedien, Webpages, etc.) und zusätzlich Anreize schaffen, dass in lokal und regional verbreiteten Medien Themen
dargestellt werden, die einen Bezug zu Europa haben und lokal und regional wichtig sind. Allein für Kärnten wäre es ein Erfolg, wenn monatlich 100 Artikel in Gemeindezeitungen, Regionalmedien und Webpages in diesem Sinne veröffentlicht werden.
… die Gewährung von EU-Geldern an Projektträger noch stärker an Kommunikationsauflagen koppeln bzw. freiwillig weitere Kommunikationsmaßnahmen setzen (Größe der Schilder, Standort, EU-Logos auf den Kommunikationsträgern usw.). Es wäre ein Erfolg, wenn in jedem Projekt, in dem ‚EU-Geld drinnen ist, auch darauf steht, dass EU-Geld drinnen ist‘ („kofinanziert von der Europäischen Union“)

Die Politikerinnen und Politiker auf Bundes-Ebene (Regierung und Nationalrat) können …
… die Rolle Österreichs in Europa klar definieren und konstruktiv und mit deutlich größerem Engagement an einem gemeinsamen Europa mit bauen. Es wäre ein Erfolg, wenn zumindest halbjährlich von Österreich eine Europäische Initiative ausginge, die der Europäischen Einigung und/oder Verwirklichung
Impulse versetzt oder von Nutzen ist.
… die Entscheidungen in Europäischen Organen, die österreichische Politiker mitgetragen haben, auch gegenüber den eigenen Bürgern und Bürgerinnen begründen und vertreten, anstatt sich hinter dem „Moloch Brüssel“ zu verstecken.
… für die Mitglieder des Europäischen Parlaments im Nationalrat das Rederecht ausweiten. Es wäre ein Erfolg, wenn zu Beginn einer jeden Sitzung des Nationalrates oder Bundesrates in einer „Europastunde“ oder ersatzweise zu einem Tagesordnungspunkt hohe Vertreter der Europäischen Organe ihre Position im Dialog darlegen können.
… den regionalen Besonderheiten, der Selbstständigkeit und der Selbstbestimmung von Regionen mit ihrer Bevölkerung mehr Achtung und (rechtlichen) Raum zur eigenständigen Wahrnehmung von Aufgaben (z.B. Sprache, Unterricht, Kultur) einschließlich der Finanzhoheit in diesen Bereichen geben.

Die Politikinnen und Politiker auf der Ebene der EU können …
… die Bedingungen verbessern, damit die Organe der Europäischen Union in Österreich mit ihren Positionen ebenso präsent sind wie österreichische Meinungsträger, besonders wenn es gilt, Mythen über Aktionen der EU richtigzustellen. Es wäre ein Erfolg, wenn pro Woche zumindest ein aktuelles EU-Thema medienbeherrschend in Österreich diskutiert wird.
… die Kommunikation über die politischen Prozesse in dem Sinne weiter verbessern, damit die Entstehung von EU-Gesetzen aller Art uneingeschränkt transparent und nachvollziehbar wird (Lobbys versus Gemeinwohl).
… einen Konvent mit dem Ziel einer Regierungskonferenz starten, bei der eine weitere Vertiefung der Europäischen Idee angestrebt wird und die vorsieht, dass anstelle des Rates eine zweite direkt gewählte Kammer aus Vertretern der Mitgliedstaaten eingeführt wird. Es wäre ein Erfolg, wenn mitdiskutiert wird, als stimmberechtigte und direkt gewählte Vertreter solche von Regionen, Ländern und Provinzen zu erwägen.
… die wirtschaftlichen Ungleichgewichte mittels eines umfassenden Paketes an Maßnahmen einschließlich der Kohäsionspolitik zwischen den Mitgliedstaaten vermindern. Es wäre ein Erfolg, wenn sich das BIP der am wenigsten entwickelten Staaten und Regionen auf mindestens 65 Prozent des EU-Durchschnitts verbessert.
… zur Überwindung der wirtschaftlichen Stagnation, die erwiesenermaßen ein Nährboden für Nationalismen ist, insbesondere Klein- und Mittelbetriebe fördern. Es wäre ein
Erfolg, wenn mittelfristig ein Wirtschaftswachstum von mindestens 2 Prozent in allen EU Mitgliedstaaten erzielt wird.
… die Stabilität und Sicherheit des Europäischen Einigungswerkes verbessern, indem für wirtschaftliche, politische und internationale krisenhafte Entwicklungen mit absehbaren Auswirkungen auf Europa ein ‚Europäisches Konfliktmanagement‘ eingerichtet wird.

Die Politikinnen und Politiker können im Bildungsbereich …

… ein ‚Lehrbuch zur Europäischen Geschichte‘, das von europäischen Historikern und Universitäten gemeinsam erarbeitet wurde, als Lehrmittel anerkennen.
… die Mehrsprachigkeit in Schulen weiter fördern.
… Anreize, Bedingungen und ein Arbeitsklima für Lehrer und Lehrerinnen schaffen, damit nachweislich EU-Themen unterrichtet und Geschichte aus einem europäischen Blickwinkel
behandelt werden.
… Bedingungen schaffen, damit möglichst alle Schülerinnen und Schüler sowie Studenten und Studentinnen bei Dialogveranstaltungen unmittelbar Mitgliedern des Europäischen Parlaments und Vertretern in Europäischen Institutionen begegnen und mit ihnen diskutieren können (z.B. ‚Kärntner EuropaCafés‘, Aktion ‚Schüler/innen nach Brüssel‘, ‚Back-to-School–Aktionen‘).
… die Bedingungen und Anreize verbessern, damit bestehende Förderprogramme für den SchülerInnen - und StudentInnenaustausch vermehrt genutzt werden. Es wäre ein Erfolg, wenn zukünftig doppelt so viele SchülerInnen und StudentInnen davon Nutzen ziehen könnten (in der EU-Förderperiode 2007-2013 waren es knapp 3% der förderfähigen Kärntner SchülerInnen und StudentInnen).
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