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Frieden durch Gerechtigkeit in Kamerun

Frieden durch Gerechtigkeit in Kamerun

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Diese Petition wurde von Johannes S. erstellt und repräsentiert nicht unbedingt die Ansichten der Avaaz-Gemeinschaft.
Johannes S.
hat diese Petition erstellt, an folgende Zielperson/Zielgruppe:
Bundesregierung und Kirchenleitung in Deutschland
Wir unterschreiben für Frieden durch konkrete Schritte für Gerechtigkeit in Kamerun!
Wir setzen uns dafür ein, dass das Töten der englischsprachigen Minderheit aufhört und dass die Kinder in die Schulen zurückkehren dürfen: Kinder haben ein Recht darauf, zu lernen. Unsere Partner in Kamerun sind Menschen, die alles verloren haben, sie stehen extrem unter Druck. Sie möchten spüren, dass sie nicht vergessen sind und dass sie Hilfe erhalten, ihre Grundrechte zurückzubekommen, vor allem das Menschenrecht auf Leben, freie Meinungsäußerung und Bildung!
Wir fordern die Bundesregierung auf,
• sich aktiv für Rechtsstaatlichkeit von Polizei und Militär in Kamerun einzusetzen, ebenso wie für einen Waffenstillstand und Dialog mit den verschiedenen Unabhängigkeitsverbänden, Kirchen und Nichtregierungsorganisationen in Kamerun.

Wir fordern die Kirchenleitungen in Deutschland auf,
• ihre Solidarität mit den Opfern der humanitären Krise in den anglophonen Regionen auszusprechen. Bisher wurden etwa 2000 Menschen getötet, 40 000 nach Nigeria vertrieben und eine halbe Million sind zu Binnenflüchtlingen geworden
• den Druck auf die kamerunische Regierung aufrecht zu erhalten gegen schlechte Regierungsführung (bad governance) und für nachhaltige Etablierung der Menschenrechte in den anglophonen Regionen Kameruns
• für das Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung durch Einladung von Vertreterinnen und Vertretern der großen Kirchen und Nichtregierungsorganisationen aus den anglophonen Regionen (Anglophone leadership Conference) als Startschuss für einen inklusiven Gesprächsprozess im Land einzutreten.

Weitere Informationen unter: https://brennpunktkamerun.org/
BMDZ Spendenkonto: DE91 5206 0410 0000 0011 80 (Verwendungszweck: Kamerun Nothilfe)

Dr. Nkongho Felix Agbor-Balla, Rechtsanwalt in Buea (South West Cameroon) vom Zentrum für Menschenrechte und Demokratie in Afrika (CHRDA) sagte am 13. März 2019 in Stuttgart: „Kamerun braucht offene Diskussionen, Gespräche und Lösungen, die nicht von außen eingetragen oder aufgedrängt, sondern von den Betroffenen im Land entwickelt werden.“
Seit Oktober 2016 eskaliert ein Konflikt zwischen dem ehemaligen britischen Teil des Landes und der französischsprachigen Regierung Kameruns. Er ist die Folge von zwei politischen Kulturen, Bildungssystemen, Rechtssystemen und gesellschaftlichen Entwicklungen aus zwei „kolonialen Traditionen“. Im anglophonen Teil Kameruns herrscht inzwischen ein Bürgerkrieg. Es ist die letzte Station eines langen Versagens der Regierung von Präsident Paul Biya, der seit über 36 Jahren an der Macht ist. Die seit 21 Jahren versprochene und in der Verfassung verankerte Regionalisierung wurde nicht geschafft oder auch nicht gewollt. Ein föderales System war schon 1972 zugunsten eines zentralistischen abgeschafft worden. Aufgrund des Konflikts sind im anglophonen Teil sind die Schulen seit Oktober 2016 geschlossen. In viele Zweige zersplitterte Unabhängigkeitskämpfer („Amba-Boys“) üben enormen Druck aus und begehen extremistische Akte. Ebenso extremistisch und unberechenbar reagiert das kamerunische Militär und die Polizei: Menschen werden willkürlich erschossen, alle die für Unabhängigkeit eintreten werden pauschal zu Terroristen erklärt und junge Männer zwischen 14 und 24 als potentielle Unabhängigkeitskämpfer gejagt. Alte und Kranke verbrennen hilflos in von der Armee angezündeten Häusern, auch Krankenhäusern. Mehr als 500 000 Menschen sind auf der Flucht im eigenen Land - über 40 000 sind nach Nigeria geflohen. Die Felder einer sehr fruchtbaren Gegend werden nicht mehr bestellt - der Hunger wird folgen. Das Land driftet in eine humanitäre Katastrophe und treibt somit Hunderttausende von Menschen zur Flucht.
Die Deutschen haben als ehemalige Kolonialmacht in Kamerun eine historische Verantwortung und genießen gleichzeitig dank ihrer hohen Ingenieurs- und Organisationskunst in Kamerun einen ausgezeichneten Ruf. Deutschland kann eine wichtige Rolle spielen in der Beilegung des Konflikts, wenn in der kamerunischen Gesellschaft ankommt, wie viele Menschen durch ihre Unterschrift eintreten für einen Dialog für Frieden und Gerechtigkeit in Kamerun. Sorgen Sie dafür, dass möglichst viele Menschen diesen Aufruf unterschreiben. Unsere Vision ist, dass eine Millionen Deutsche Bürgerinnen und Bürger diesen Aufruf unterschreiben. Wir schicken ihn an alle wichtigen Regierungsstellen in Deutschland. Wir übersetzen ihn außerdem ins Englische und Französische und schicken ihn über Dr. Agbor-Balla und das Zentrum für Menschenrechte und Demokratie in Afrika (CHRDA) an alle kamerunischen Zeitungen und Medien.
Advocacy (öffentliches Eintreten für die Interessen der Anderen) ist ein langer und schwieriger Weg. Hören Sie bitte nicht damit auf! Treten Sie mit uns dafür ein, dass Widerstand gegen Paul Biya und sein Regime mehr ist als blindes Partisanentum. Treten Sie mit uns dafür ein, dass wir keine Exzesse tolerieren, weder durch Separatisten noch durch das Militär, weil wir Gewalt von beiden Seiten verurteilen. Treten Sie mit uns dafür ein, dass nicht neue Flüchtlingsströme entstehen, dass Kinder in ganz Kamerun die Schulen besuchen und ihr Recht auf freie Meinungsäußerung und Zukunft ausüben können, und dass in Kamerun Frieden wird durch Gerechtigkeit.
Dr. Joy Alemazung, Stuttgart
Pfr. Johannes Stahl, Basler Mission Germany
Dr. Nkongho Felix Agbor-Balla, Buea
Pfr. Eberhard Deusch, Mission & Ökumene EKiBa, Freiburg
Annemone Hilsenbeck, Vorsitzende Partnerschaft Dekanat Göppingen
Antje Böttcher, Vorsitzende Arbeitskreis Kamerun FPÜ im Markgräfler Land
Pfr. Rolf Bareis, Partnerschaftsbeauftragter Dekanat Heidenheim




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