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Österr. Bundesregierung, BM Dr. Mitterlehner, BM Oberhauser: Verbesseren Sie die Bedingungen für KPJ-Studierende!

Österr. Bundesregierung, BM Dr. Mitterlehner, BM Oberhauser: Verbesseren Sie die Bedingungen für KPJ-Studierende!

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Diese Petition wurde von ÖH Med Wien, Graz, Innsbruck H. erstellt und repräsentiert nicht unbedingt die Ansichten der Avaaz-Gemeinschaft.
ÖH Med Wien, Graz, Innsbruck H.
hat diese Petition erstellt, an folgende Zielperson/Zielgruppe:
Österreichische Bundesregierung, BM Dr. Mitterlehner, BM Stöger
Wir sind dann mal weg…

Sehr geehrte Damen und Herren der österreichischen Bundesregierung!
Sehr geehrter Herr BM Dr. Mitterlehner!
Sehr geehrte Frau BM Oberhauser!

Wir haben die Debatte über den drohenden, in manchen Regionen bereits eingetretenen, Mangel an Ärztinnen und Ärzten in Österreich in den letzten Monaten interessiert verfolgt. Das Thema betrifft uns persönlich, denn wir studieren Medizin an einer der öffentlichen medizinischen Universitäten in Österreich. Seit Jahren ist von vielen Problemen im Gesundheitssystem zu hören und zu lesen. Die Ausbildungsbedingungen seien schlecht, die Arbeitszeiten viel zu hoch und das Interesse uns jungen Studierenden etwas beizubringen nur mäßig vorhanden. Wir können diese Vorwürfe leider selbst nur bestätigen. In den letzten Wochen und Monaten haben die HochschülerInnenschaften der medizinischen Universitäten lautstark auf die eklatanten Missstände aufmerksam gemacht. Leider verhallten diese Aufforderungen ungehört. Ihre Hilfeschreie und das Aufzeigen der desaströsen Auswirkungen des KPJ auf die finanzielle Lage vieler Studierender wurden einfach beiseite gewischt. Es fühlt sich ganz bewusst niemand zuständig für uns. Wir können nicht in einem System arbeiten das unsere Grundbedürfnisse ignoriert.

Folgendes sehen wir als die wichtigsten Grundvoraussetzungen, um das Arbeiten im Österreichischen Gesundheitssystem für uns vorstellbar zu machen:

1. Eine gesetzlich geregelte Aufwandsentschädigung von € 650 pro Monat für alle KPJ-Studierenden in Österreich um den enormen zeitlichen Aufwand leistbar zu machen sowie als Anerkennung für ihren täglichen Beitrag an den Kliniken und in den Ordinationen.

2. Die Einführung eines einheitlichen Grundgehalts für alle angestellten Ärzte und Ärztinnen zumindest auf dem Niveau der Gehälter des Klinikverbandes der Vorarlberger Landeskliniken mit gleichzeitiger verpflichtender Einführung der 48h-Woche für alle neuen Dienstverträge.

3. Schaffung eines transparenten, einheitlichen und verpflichtenden Ausbildungskataloges für alle Famulaturen, KPJ-Stellen sowie FachärztInnenausbildungsstellen in Österreich.

Österreich, seine Kultur und seine Menschen haben uns geprägt. Der Staat Österreich hat unsere Ausbildung ermöglicht und wir alle möchten etwas zurück geben. Zum Beispiel über die Lohnsteuer. Zum Beispiel in dem wir kranke, verletzte, alte oder sterbende Menschen behandeln und deren Angehörige betreuen. Aber all dies muss ohne Selbstausbeutung für alle Ärztinnen und Ärzte möglich sein. Unsere zukünftigen Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige haben unsere volle Aufmerksamkeit und Energie verdient und nicht einen genervten Blick nach 23 Stunden im Dienst. Es gibt Länder in denen all dies möglich ist. Diese Länder wollen gut ausgebildete junge Menschen wie uns. Kämpfen Sie um Bedingungen, die es uns MedizinerInnen ermöglichen unsere Arbeit im Dienste der Gesellschaft richtig und gut zu machen. Kämpfen Sie um Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen auf höchstem Niveau. Und kämpfen Sie um Bedingungen unter denen wir hier ein Leben und vielleicht eine Familie aufbauen können. Kämpfen Sie darum, dass wir uns als Menschen geschätzt und verstanden fühlen. Wenn das in Österreich leider nicht möglich ist, müssen wir uns in anderen Ländern umsehen. In der EU gibt es viele Staaten die es schaffen, attraktive Arbeitsbedingungen für ÄrztInnen anzubieten. Diese kämpfen schon jetzt um uns. Tun Sie das auch.

Durchgeführt mit Unterstützung der ÖH Med Graz, ÖH Med Innsbruck und ÖH Med Wien.

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