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Verstanden
Diese Petition wurde beendet
 Klare Informationspflichten und Kennzeichnungsvorgaben

Klare Informationspflichten und Kennzeichnungsvorgaben

Diese Petition wurde beendet
50 Unterschriften

Ulla S.
hat diese Petition erstellt, an folgende Zielperson/Zielgruppe:
An das Bundesamt für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)
Uns reicht es!

Wir haben es satt von der Lebensmittelindustrie, ständig getäuscht und belogen zu werden.

Garnelen aus Fischeiweiß, „Käse“ aus Pflanzenfett oder Schokoladenkekse ohne einen Hauch von Schokolade. Erdbeerjoghurt, der Erdbeeren vorgaukelt, Alpenmilch aus Schleswig-Holstein oder Hofhühner aus der Geflügelfabrik – die Lebensmittelindustrie täuscht und trickst mit irreführenden Produktangaben und Produktbildern.

61 Prozent der Verbraucher fühlen sich beim Einkauf von Fleischprodukten nicht darüber informiert, unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten wurden. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Verbraucher haben für ihren Wunsch, Produkte mit mehr Tierwohl zu kaufen, im Alltag keine ausreichende Orientierungshilfe. Statt klare und verlässliche Informationen auf den Verpackungen zu finden, werden sie verwirrt.
Ein Beispiel: Discounter Penny bietet prämiertes „Qualfleisch aus der Massentierhaltung“ an, und verkauft es als hochgelobtes Qualitätsfleisch! Das Fleisch dieser Marke wird durch verschiedene Siegel ausgezeichnet. (DLG-prämiert, QS-Geprüft, PRO PLANET, etc.)

Dabei sind diese Siegel - Verbrauchertäuschung mit System. Das QS-Siegel hat eine privat rechtliche Organisation nach dem BSE Skandal ins Leben gerufen, um den Verbraucher angeblich wieder Sicherheit zu geben. Die GmbH besteht ausschließlich aus Mitgliedern der Industrie: Agrar- und Fleischindustrie, Bauernverband. Es beruht auf Selbstkontrolle, vergleichbar mit einem Einbrecher, der beauftragt wird, ein Türschloss einzubauen. Der Verbraucher wird nach wie vor getäuscht.
Irreführung ist keine Ausnahme, sondern die Regel. Lebensmittelskandale häufen sich. Neben klaren Verstößen wird auch innerhalb des gesetzlichen Rahmens unverfroren getäuscht.

Das Portal http://www.lebensmittelklarheit.de/ hilft nicht wirklich. Wirksame Kontrollen gibt es nicht. Im Gegenteil. Gefragt wird, was der Verbraucher tun kann, um sich zu schützen. Aber nicht, was wird gegen die Betrüger getan. Die Politik knickt vor der Lebensmittellobby ein.

Fast alle Lebensmittelsigel versagen. Kontrolliert und gelabelt wird für die Lebensmittelindustrie und nicht für den Verbraucher.

Wir fordern deshalb:
Realistische Produktabbildungen: Die Abbildung eines Lebensmittels auf der Verpackung muss dem tatsächlichen Produkt entsprechen. Geschönte Abbildungen müssen untersagt werden.

Umfassende Herkunftskennzeichnung: Hersteller müssen verpflichtet werden, die Herkunftsländer der Hauptzutaten ihrer Produkte anzugeben. Mit regionaler Herkunft darf nur dann geworben werden, wenn dies durch die tatsächliche Herkunft der Zutaten gedeckt ist und die Ursprungsregion (für Deutschland mindestens bundeslandgenau) angegeben wird.

Transparenz über die Verwendung tierischer Zutaten und die Form der Tierhaltung: Die tier- und artgerechte Haltung von sog. Nutztieren ist gesetzlich sicherzustellen. Solange dies nicht gewährleistet ist, müssen die Hersteller von Tierprodukten auf der Verpackung über die Form der Tierhaltung informieren – Vorbild ist die Angabe der Haltungsform bei frischen Eiern. Wo Zutaten tierischen Ursprungs eingesetzt werden, muss dies erkennbar sein. Das gilt auch für tierische Bestandteile in Aromen oder Zusatzstoffen oder bekannte produktionsbedingte Verunreinigungen. Wer vollständig auf Zutaten tierischen Ursprungs verzichten möchte, muss die Möglichkeit dazu haben.

Klare Informationspflichten und Kennzeichnungsvorgaben. Die Täuscher müssen beim Namen genannt werden. Damit die Lebensmittelindustrie endlich das tut, was in ihrer Verantwortung liegt: Gute und sichere Lebensmittel produzieren.

Im Übrigen schließen wir uns den Forderungen von foodwatch an. https://www.foodwatch.org/de/informieren/werbeluegen/e-mail-aktion/
(Quelle: foodwatch.org)
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